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« Saturday December 05, 2009 »
Sat

Freundschaften, Liebesbeziehungen, Affären sind nur ein paar Kategorien, mit denen wir versuchen, unsere Verhältnisse zu anderen zu definieren. Da Beziehungen aber nicht getrennt von gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen bestehen, erweisen sie sich auch als Orte der
sexuellen, emotionalen, ökonomischen oder sozialen Abhängigkeit und Ausbeutung. Auf dem Wochenendseminar soll unser Fokus auf die Auseinandersetzung mit Theorien gelegt werden, die das Zusammenwirken von gesellschaftlichen Verhältnissen und Beziehungs-Praktiken beleuchten.

Obwohl viele selbst oder durch Freund_innen Kontakt mit der Institution Psychiatrie haben, steht das Thema weit außerhalb linker Alltagsdiskurse. Der Umgang ist dominiert von Unsicherheiten und Vorurteilen gegenüber sog. „psychisch kranken“ Menschen, das Thema selbst wird in den Bereich des Persönlichen gedrängt und selten im Zusammenhang mit Gesellschafts- und Kapitalismuskritik gesehen.