deportation.class - Kampagne gegen ein schmutziges Geschäft

Immer wieder werben Luftfahrtsgesellschaften mit Komfort und Sicherheit für ihr gutes Image. Gleichzeitig verzeichnen sie mit dem Transport von abzuschiebenden Flüchtlingen hohe finanzielle Einnahmen. Fluggesellschaften müssen wegen ihrer Abschiebepraxis unter Druck gesetzt werden, um Abschiebungen zu verhindern. Die “deportation.class“-Kampagne von “kein mensch ist illegal“, welche im März 2000 der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt wurde, hat sich dies zum Ziel gesetzt. Mit Flugblättern im Layout der Lufthansa, die als Stewardess verkleidete Aktivistinnen auf den Airports verteilt haben und entsprechend gestalteten Plakaten entstand eine geistreiche und kreative Kampagnen-Idee. Eine Onlinedemonstration auf den Seiten der Lufthansa hat den Druck auf das Unternehmen verstärkt. Erfolge der Kampagne zeigen sich in vereinzeltenWeigerungen von Piloten, unfreiwillige Passagiere zu transportieren und in dem selbstbewussten Eingreifen von Passagieren bei Abschiebeversuchen. Die “deportation.class“-Initiative will international gegen Abschiebungen mobil machen und setzt sich für offene Grenzen ein. Es gibt vielfältige Gründe für eine Flucht aus der Heimat und jeder Grund ist akzeptabel.

erschienen in: Kein Mensch ist illegal! (2003)