Vor 200 Jahren taugte das „Weibliche“ in den Schauerromanen und Gruselerzählungen zur Spiegelfläche für die Vergewisserung einer frühbürgerlichen, vordergründig männlich bestimmten Subjektivität. In den ruhigen Zeiten des Fordismus gelang es wiederum dem Horror, dieser Identität ihren eigenen mühevollen Kampf der permanenten Aufrechterhaltung entgegenzuhalten. Doch wie zeigen sich Geschlechterverhältnisse in Kulturprodukten des Postfordismus, der durch Flexibilisierung von Arbeitsbiographien und Lebensentwürfen geprägt ist? Mit einem Vorlauf historischer Auseinandersetzungen bürgerlicher Subjektwerdung im Horror nimmt das Seminar Geschlechterverhältnisse in aktuellen Horrorfilmen und -serien (Buffy, True Blood...) ins Visier.
I wanna do bad things with you! Geschlechterverhältnisse im Horror des Postfordismus
10.04.2010
Europe/Berlin
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