22.1.-12.2.12: Filmreihe der Fachgruppe politische Bildung der Naturfreund_innen Berlin
Schon kurz nach Ende des Krieges fand in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR eine filmische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah statt. Wir zeigen Filme aus den 1940er und 195 0er Jahren und wollen diskutieren, welche Auseinandersetzung in dem entstehenden und sich als sozialistisch und antifaschistisch verstehenden Staat möglich waren.
22.01.2012, 18 Uhr
„DIE MÖRDER SIND UNTER UNS“
von Wolfgang Staudte, 1946
Im ersten Nachkriegsfilm teilen sich kurz nach Kriegsende die KZ-Überlebende Susanne Wallner (Hildegard Knef) und der traumatisierte Militärarzt Hans Mertens (Ernst Wilhelm Borchert) ihre ehemalige Wohnung. Unfähig weiterhin als Arzt zu arbeiten, fängt Mertens an zu trinken. Als er erfährt, dass sein ehemaliger Hauptmann, der für Kriegsverbrechen verantwortlich ist, erfolgreicher und angesehener Geschäftsmann ist, will er ihn töten. Susanne Wallner hält ihn davon ab.
22.1.-12.2.12: Filmreihe der Fachgruppe politische Bildung der Naturfreund_innen Berlin
05.02.2012, 18 Uhr
„AFFÄRE BLUM“
von Erich Engel, 1948
Der Film gibt die Vorgänge eines Magdeburger Justizskandals von 1925/26 weitgehend authentisch wieder. Ein jüdischer Fabrikant wird des Mordes an seinem Buchhalter beschuldigt. Der deutschnationale Untersuchungsrichter, der unbedingt einen jüdischen Täter haben will, sieht Blum selbst dann noch als Täter an, als sich Hinweise auf den tatsächlichen Mörder, einen ehemaligen Freikorpskämpfer, finden.
12.02.2012, 18 Uhr
„STERNE“
von Konrad Wolf, 1959
1943: Wehrmachtsunteroffizier Walter trifft in einer bulgarischen Stadt auf die griechische Jüdin Ruth. Er verliebt sich in Ruth. Zusammen mit anderen Jüdinnen und Juden soll sie nach Auschwitz deportiert werden. Walter kommen Zweifel wegen der deutschen Verbrechen, denen er dient und deren Opfer Ruth zu werden droht.
Alle Veranstaltungen finden im Naturfreundejugendladen in der Weichselstr. 13, Berlin, U-Bahn Rathaus Neukölln statt

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